Navigator

Australien & Ozeanien Asien Naher Osten Europa Afrika Grönland Südamerika Mittelamerika Nordamerika Antarktis

Arbeiten in Norwegen

Gute Chancen für Auswanderer

Norwegen ist in vielen Bereichen abhängig von ausländischen Arbeitskräften, das gilt insbesondere für die Bauwirtschaft und zunehmend auch für die Industrie. Es fehlen gute Handwerker und Industriefacharbeiter fast im ganzen Land, besonders stark an der Westküste und in der Umgebung von Oslo. Eine Änderung diesbezüglich ist absolut nicht in Sicht, in Zukunft werden eher noch mehr Arbeitskräfte gesucht werden.


Arbeitsmarkttrends

Der norwegische Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung. Die Arbeitslosenquote ist niedrig (Februar 2008: 2,4 Prozent) und die Beteiligung der aktiven Bevölkerung am Erwerbsleben hoch (76,8 Prozent). Auch der Anteil älterer Personen, die einer Berufstätigkeit nachgehen, ist verglichen mit anderen europäischen Ländern überdurchschnittlich hoch (67,4 Prozent). Vergleichsweise ungünstig stellt sich hingegen der Arbeitsmarkt für unter 25-Jährige mit einer Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent dar, obgleich dieser Wert immer noch weit unter dem EU-Durchschnitt liegt.

Norwegen ist der drittgrößte Öl- und Gasexporteur. Da die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder anhält und auch Modernisierungen für bestehende Anlagen anstehen, wird es bis 2009 umfangreiche Baumaßnahmen geben, ergänzt durch Infrastruktur- und Wohnungsbaumaßnahmen. Die Gewinnung von Erdöl und Gas ist ohne Frage eine Schlüsselindustrie innerhalb der norwegischen Volkswirtschaft, doch der Anteil an der Erwerbstätigkeit ist mit etwa 1,3 Prozent nur mariginal. In der Fischerei, Land- und Forstwirtschaft arbeiten immerhin noch 3,5 Prozent der Erwerbspersonen. Andere wichtige Wirtschaftszweige sind die Unternehmensdienstleistungen, das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Groß- und Einzelhandel.

In der Ölindustrie besteht vornehmlich ein Bedarf an Ingenieuren (Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik) und Technikern. Die Arbeitssprachen sind Norwegisch und Englisch. In der Schifffahrt gibt es einen Mangel an qualifizierten Schiffsoffizieren. Gute Arbeitsmöglichkeiten finden Ingenieure, Maschinisten, Schiffselektriker und -mechaniker, Stewards, Köche und Monteure. In der Bauindustrie ist vor allem in den großen Städten (Oslo, Bergen, Stavanger und Trondheim) die Nachfrage nach qualifizierten Baufachkräften hoch. Die besten Jobaussichten haben Schreiner, Tischler, Klempner, Rohrmonteure, Schweißer, Feinblechner, Gerüstbauer und Bauingenieure. Im Gesundheitswesen werden nach wie vor Fachkräfte gesucht, und zwar vor allem Zahn- und Fachärzte. Der Bedarf an Pflegepersonal und Allgemeinmedizinern geht dagegen zurück.

Löhne und Gehälter

Mit einem durchschnittlichen Bruttoverdienst von gut 3.400 € im Monat liegen norwegische Arbeitnehmer europaweit an der Spitze. Doch sie zahlen auch die höchsten Steuern Europas - rund die Hälfte des Verdienstes geht an Abzügen wieder verloren. Sehen Sie also genau hin, wenn Sie Ihr deutsches Einkommen mit einem möglichen Verdienst in Norwegen vergleichen möchten.

Einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es in Norwegen nicht, doch die Gewerkschaften haben mit den meisten Arbeitgebern Mindestlöhne ausgehandelt. Etwa zwei Drittel der Unternehmen bieten ihren Beschäftigten außerdem geldwerte Zusatzleistungen an. Die Arbeitnehmer in Oslo verdienen ein gutes Zehntel mehr als ihre Landsleute.

In Norwegen verdient ein Krankenhausarzt im Monat 7.020 € brutto, ein Informatiker 5.190 €, Pflegefachkräfte im Krankenhaus 3.690 € und Verkäufer im Einzelhandel etwa 3.540 €. Ein Elektriker auf dem Bau bekommt etwa 3.390 €, Bürokaufleute in der Industrie 3.320 € und Köche 2.840 € im Monat. In diesen Zahlen sind Überstunden noch nicht enthalten.

Sozialabgaben und Steuern

Wenn Sie sich über ein halbes Jahr in Norwegen aufhalten, müssen Sie Ihre Einkünfte dort versteuern. Eine Ausnahme sind Studenten und Praktikanten, deren Wohnsitz noch in Deutschland ist. Erkundigen Sie sich frühzeitig bei den Finanzbehörden Ihrer Wohn- und Arbeitsorte, welche Regeln für Sie gelten.

Im Allgemeinen werden 28 Prozent Ihres Verdienstes an Steuern abgezogen. Beantragen Sie rechtzeitig beim Finanzamt Ihrer Gemeinde eine Lohnsteuerkarte, auf der Ihr Steuersatz vermerkt ist. Ein Grundfreibetrag bleibt steuerfrei. Besserverdienende müssen außerdem eine Zusatzsteuer (toppskatt) zahlen. Im Jahr 2006 betrug sie neun Prozent und begann bei einem Jahreseinkommen von 394.000 Kronen (knapp 50.000 €).

Wer höchstens zwei Jahre in Norwegen arbeitet, kann einen Freibetrag von einem Zehntel auf seine Steuerkarte eintragen lassen (standartfradrag). Auch Familien und Ältere können erhöhte Freibeträge nutzen.

Jeder Beschäftigte in Norwegen muss außerdem Beiträge zur staatlichen Sozial- und Rentenversicherung in Höhe von 7,8 Prozent des Bruttoeinkommens zahlen. Der Satz ist relativ niedrig, weil er sich aus drei Töpfen finanziert: aus Beitragszahlungen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie aus Steuern. Eine Beitragsbemessungsgrenze gibt es nicht.




Neuer Job gesucht? Für Sie zusammengestellt: die Toplinks für Jobs und Karriere

Umzug geplant? Fordern Sie hier Angebote von Umzugsunternehmen aus Ihrer Nähe an - einfach, unverbindlich, kostenlos

Stressfrei verreisen!
30 km Stau! 30 Grad im Schatten! 3 Kinder im Gepäck! Stress schon vor dem Urlaub??? NEIN DANKE!!!!
Ab in den Süden mit start.de

Billige Flugtickets? Für Sie zusammengestellt: alle Links zu den top Discount-Airlines!