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Neuseeland –Frischer Wind für Auswanderer

Der Naturschauplatz Neuseeland

Neuseeland liegt im Südpazifik, südöstlich von Australien. Es umfaßt zwei große Inseln, die Nordinsel und die Südinsel, und zahlreiche kleinere Inseln, darunter die Stewart-Insel südlich der Südinsel sowie die Chatham Islands.

Ein stolzes Folk

Die Neuseeländer sind stolz auf ihr Heimatland. Dementsprechend hört man es ungern, wenn Neuseeland in einem Atemzug mit Australien genannt wird, als ob es sich um ein und dasselbe Land handelte. In Neuseeland pflegt man im Vergleich zu anderen industrialisierten Ländern einen wesentlich entspannteren und weniger reglementierten Lebensstil. Die Menschen sind sehr eigenständig, selbstgenügsam und praktisch orientiert, gleichzeitig aber aufgeschlossen und gastfreundlich. Die meisten Neuseeländer sind sehr sportbegeistert. Die Maori sind stolz auf ihre polynesische Herkunft und ihr kulturelles Erbe. Trotz ihrer formalen rechtlichen Gleichstellung mit den Weißen (Pakeha) sehen sie ihre Interessen und Belange von seiten der Regierung vernachlässigt.

Sprache

Die Amtssprachen sind Englisch und Maori, wobei Maori in erster Linie bei traditionellen Zeremonien oder Ritualen verwendet wird. Viele Wörter aus der Maorisprache wurden in den englischen Wortschatz der Neuseeländer übernommen. So bezeichnet das Wort Kiwi eine Vogelart, die mittlerweile zum nationalen Wahrzeichen avanciert ist; die Weißen werden Pakeha genannt nach dem Maori-Wort für “hellhäutig”.

Alles dabei

Bestimmende Faktoren Neuseelands abwechslungsreiche Landschaft spiegelt sich in den klimatischen Verhältnissen der einzelnen Regionen wider. So gibt es beispielsweise im Westen der Südinsel bei den Southern Alps, regenreiche Gebiete, deren jährliche Niederschlagswerte weit über 2500 mm liegen. Weiter östlich, im Regenschatten der Southern Alps, wird es wesentlich trockener mit Werten unter 700 mm/Jahr. Ausgeglichener sind dagegen die Temperaturverhältnisse. Die Jahresmittel schwanken zwischen 9°C im Süden der Südinsel und 14°C nördlich von Auckland. Allerdings können Ausläufer antarktischer Kaltfronten auch im Hochsommer kurzfristig Tagestemperaturen in den Southern Alps und Central Otago auf der Südinsel unter 10°C und die Schneegrenze bis auf 1000 m ü.d.M. absinken lassen, während auf der Nordinsel hochsommerliche Verhältnisse herrschen. In erster Linie bestimmen drei Faktoren das neuseeländische Klima: die geographische Lage in der Westwindzone, die quer zur Windrichtung verlaufenden Gebirge und die kontinentferne Insellage inmitten gewaltiger Wassermassen (Pazifischer Ozean).

Mit der geographischen Lage von 35°-47° südlicher Breite liegt Neuseeland in den Mittelbreiten der südlichen Hemisphäre. Lediglich der nördlichste Teil der Nordinsel, Northland, liegt im Grenzbereich zur subtropisch-randtropischen Hochdruckzone und weist ein milderes Klima auf. Wie in den Höheren Breiten der Nordhalbkugel (z.B. Europa) so gibt es auch in diesen tiefen südlichen Breiten der Südhalbkugel die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Auch hier verändert sich der Sonnenstand im Jahreslauf. Wenn die Sonne in Europa ihren Höchststand erreicht, hat sie in Neuseeland logischerweise ihren tiefsten Stand; d.h. wenn es in Europa Sommer ist, dann herrschen in Neuseeland winterliche Verhältnisse und umgekehrt.

Die ganzjährige westliche Hauptwindrichtung ist ein weiteres Charakteristikum der Mittelbreiten und ist in erster Linie für die Niederschlagsverteilung verantwortlich. Typisch für die mittleren Breiten ist das Wechselspiel von vorüberziehenden Tiefdruckgebieten (Zyklonen) und Hochdruckgebieten (Antizyklonen). Die Erstgenannten sind normalerweise mit Kaltfronten Gekoppelt und zeichnen sich durch heftige Niederschläge sowie hohe Windgeschwindigkeiten aus. Praktisch das ganze Jahr über herrschen im Bereich Cook Strait (Wasserstraße zwischen den beiden Hauptinseln) stürmische Winde vor. So werden in Wellington, der „Windy City“ Neuseelands, an über 170 tagen im Jahr Windgeschwindigkeiten von mehr als 50km/h gemessen. Stabile Wetterlagen mit leichten Winden sind gewöhnlich den Antizyklonen zuzuschreiben. In den Küstenregionen ver hindern regionale Meer-Land- bzw. Land-Meer-Winde schwüles Wetter.





Auckland